Es ist eine kleine glattbefiederte Rasse aus England ,die eine Sonderstellung einnimmt und zu den Positurkanarien(Gestaltskanarien) zählt. Es ist die einzige noch existierende Zeichnungsrasse da der London Fancy  leider ausgestorben ist. Der Lizard ist 13 bis 14 cm groß. In seinem  Mutterland ist er etwas breiter im Rücken und in der Brust . Hierdurch wirkt das Hauptrassemerkmal, die Gefiederschuppung prägnanter. Diese entsteht indem die typische Melaninzeichnung des Schwarzvogels mit tropfenförmig zur Federspitze hin eingelagertem Zeichnungsmelanin ,durch eine melaninfreie , sichelförmige Gefiedersäumung unterbrochen wird. Dadurch entsteht die rassetypische Schuppung. Das Großgefieder ist schwarz mit möglichst geringer Säumung. Es ist ein Vogel der Schwarzreihe in dem Grundfarben rot , gelb und weiß, sowohl  als intensiver und auch als schimmel . Die Grundfarbe erstreckt sich gleichmäßig über den gesamten Vogel . Der Schnabel und die Beine sind tief schwarz . Die Kappe des Lizard ist eine auf dem Kopf fixierte Aufhellung unterschiedlicher Ausprägung diese wird durch den Augenstreifen begrenzt. Alle Unterbrechungen der Kappe müssen die Schuppung aufweisen.   

 


 Haltung und Zucht    


Außerhalb der Zuchtzeit sollte der Lizard in geräumigen Flugvolieren
gehalten werden. Die Zucht erfolgt idealerweise in Einzelboxen
mit einer Mindestgröße von 50 cm Breite, 40 cm Höhe und
40 cm Tiefe als Paarhecke. Besonderen Wert sollte auf gute
Elterneigenschaften gelegt werden. Rupfende Eltern zerstören
bereits im Zuchtraum den Schauwert der Jungen und müssen
konsequent aus der Zucht entfernt werden.
Wichtiges Kriterium für die Auswahl der Zuchttiere ist neben einer
guten Schuppenzeichnung die Form der Kappe. Da es sich bei
der Kappe um eine Scheckung handelt, sollte man nie zwei clear caps miteinander verpaaren.
Die Kappen der Nachzuchten würden sich unerwünscht weit ausdehnen und die Jungvögel für
Schauen und als Zuchtvögel wertlos machen. Auch in Bezug auf die Kappe ist das Mittel der
Wahl die ausgleichende Verpaarung. Es empfiehlt sich, einen Vogel mit perfekter Kappe mit
einem fast kappenlosen Vogel zu verpaaren. Auch die Verpaarung
zweier Vögel mit gebrochener Kappe kann durchaus gute
Kappenformen entstehen lassen. Weiterhin empfiehlt es sich
grundsätzlich intensiv mit schimmel zu verpaaren. Durch diese
Verpaarung kann loses Gefieder vermieden werden, wodurch die
Schuppung eine unruhige Anordnung erhält. Auch vermeidet man zu
schmale Vögel, die auf Grund des schmalen Rückens und der schmalen Brust die Schuppenreihen
ineinander schieben und die charakteristische Gefiederschuppung nur erahnen lassen.

Ausstellung


Im Jugendgefieder unterscheidet sich der Lizard hauptsächlich
durch die Kappe von Farbenkanarien der Schwarzreihe. Erst
nach der Jugendmauser zeigt das Gefieder die geforderte
deutliche und gleichmäßige Schuppung.
Mausert der Lizard ein weiteres Mal, oder wachsen nach der
Jugendmauser bei kleineren Streitigkeiten verlorene Federn
erneut nach, zeigen diese unerwünschten Verschilfungen und der Vogel
verliert seinen eigentlichen Schauwert. Die Verschilfung an
sich stellt zwar keinen Ausschlussgrund dar, gilt jedoch als grober Fehler. Jeder Lizardzüchter
kennt dieses Problem und es ist insbesondere auf die Haltung der Schauvögel nach der
Jugendmauser acht zu geben. So empfiehlt es sich z.B. Vorkehrungen zu treffen, die ein
gegenseitiges Gefiederrupfen vermeiden. Große, weiträumige Volieren sowie Konstruktionen,
die das nebeneinander sitzen mehrerer Vögel verhindern, sind hier als Mindestanforderung für
die Unterbringung der Jungvögel zu nennen. Im Idealfall werden die erfolgsversprechendsten
Nachzuchten bereits kurz vor der Jugendmauser einzeln gesetzt.
Erst wenige Wochen vor dem ersten Schautermin kann man den Lizard an den Schaukäfig
gewöhnen.  Als Schaukäfig ist in Deutschland der Wursterkäfig vorgesehen

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